Die Route Kinderfuß am Röthelstein SO-Sporn war heute nichts für schwache Nerven. Beim Zustieg sorgte ein aufgescheuchter Steinbock der bei der Höhle kurz vorm Einstieg knapp an uns vorbei rannte für den ersten kurzen Adrenalinschub. Danach ging's in abwechslungsreicher Kletterei bis zur Schlüsselseillänge. Diese war recht anspruchsvoll und super zu klettern und ich freute mich schon fast über einen erfolgreichen Durchstieg, als mir ein kleiner Untergriff beim Zug zum rettenden Henkel direkt unterm nächsten Stand ausbrach und ich mich folglich ein gutes Stück weiter unten im Seil wiederfand. Beim zweiten Anlauf klappte es dann problemlos (auch ohne diesen Griff) und wir genossen die letzten Seillängen bis zum Ausstieg.
Sonntag, 19. Mai 2013
Röthelstein (Kinderfuß)
Bösenstein
Gestern kamen wieder einmal die Figln zum Einsatz. Wir starteten bei der Edelrautehütte und stiegen übers Hauseck weiter durch die Rote Rinne und schließlich abwechslungsreich am Grat auf zum Gipfel des Großen Bösenstein, wo wir die tolle Aussicht auf die umliegenden Gipfel, Kare und Rinnen genossen. Danach ging's auf zum eigentlichen Höhepunkt der Tour, der Figl-Abfahrt. Die ersten Meter ins Kar zwischen Großem und Kleinem Bösenstein waren die perfekte Aufwärmrunde für die anschließende Abfahrt durch die Rote Rinne hinunter zum Scheiblsee, in der wir ausreichend Schnee und perfekte Firnbedingungen vorfanden. Der Spaß bei der Abfahrt kam jedenfalls nicht zu kurz und die verbrauchten Kalorien füllten wir bei der Hütte in Form von Steirerkasspatzen wieder auf.
Donnerstag, 16. Mai 2013
Paklenica
Der primäre Plan der "planlos'13 kletterfahrt ins blaue" vom Grazer-AV letztes Wochenende war die Flucht vorm schlechten Wetter in Österreich zu sonnigen Felsen im Süden. Unsere motivierte Gruppe von über 20 Personen machte sich also auf nach Paklenica in Kroatien, der Welt des frischen Fisches, der steilen Kalkwände, der internationalen Seilkommandos (Achtung Seil, corda, rope, strick!) und der großen Wände mit interessanten Klettereien in allen Schwierigkeitsgraden.
Nach einem Sportkletternachmittag am Donnerstag stand für mich am Freitag die "Big-Wall Speed Climbing" Route am Programm. Die abwechslungsreiche, ausgesetzte Tour mit perfektem Aussichtsplatzerl am Ausstieg ließ absolut keine Wünsche offen. Am Samstag meinte es das Wetter leider weniger gut mit uns weshalb wir untertags vorm Regen nach Zadar flohen wo wir erfolglos die berühmte (?) Wasserorgel suchten und der Turm am Hauptplatz als Ersatz für große Felswände herhalten musste. Unsere Kletterei, die relativ alpin abgesicherte Route "Lidijin" am "Kukovi ispod Vlake" verschoben wir auf die späten Nachmittagsstunden. Am Sonntag kletterten wir am gleichen Berg die Route "Spitbull", eine schöne Tour mit etwas eigenartiger Routenführung, bevor wir das kleine kroatische Kletterparadies wieder verlassen mussten.

Samstag, 4. Mai 2013
Ratengrat (Mixnitzer Kante)
Am Mittwoch kletterten wir die erste Mehrseillängenroute dieser Saison, die Mixnitzer Kante am Ratengrat. Unsere Einstiegsvariante war zwar vielleicht nicht die einfachste und genussvollste Möglichkeit in die Route zu kommen, ab dann war aber schöne, abwechslungsreiche Kletterei angesagt. Ein ruhiges Bergerlebnis verhinderten nur die slowenischen Seilschaften der Nachbarroute, die fleißig Seil- und andere Kommandos durch die Gegend schrien, was aber nichts am gelungenen Saisonstart änderte.
Gschwendtberg
Letzten Sonntag machten wir einen kleine Nachmittagstour auf den Gschwendtberg, einem eher unscheinbaren Hügel mit schöner Aussicht über Frohnleiten.
Donnerstag, 11. April 2013
Brandstätterkogel
Heute waren wir nach einiger Zeit wieder einmal in den Seckauern unterwegs und machten ein Schitour auf den Brandstätterkogel, den wir schon seit längerem ins Auge gefasst hatten. Wegen einer eigenartigen Straßensperre im Ingeringgraben (der parallele Forstweg mit Fahrverbot wäre super geräumt gewesen) mussten wir zuerst ein Stück zu Fuß auf der Straße bis zum eigentlichen Ausgangspunkt in Kauf nehmen. Von dort ging's bei vorerst dürftiger Schneelage bis zum Brandstättergraben, ab da waren die Bedingungen dafür super. Sonne und Wind wurden im Laufe des Aufstiegs immer mehr und ab dem Brandstättertörl pfiff uns schließlich bei blauem Himmel der Föhn so richtig um die Ohren. Die Gipfelpause fiel somit nicht allzu lange aus und wir erwischten super firnige Abfahrtsbedingungen für die steile Rinne direkt vom Gipfel in den Graben. Unsere direkte Abfahrtsvariante im unteren Teil des Grabens nach der Forststraße war allerdings leider nicht empfehlenswert.
Samstag, 6. April 2013
Lahnerkogel, Frauenscharte
Bei richtigen Hochwinterbedingungen und reichlicher Schneelage machten wir am Ostermontag eine Schitour auf den Lahnerkogel vom Phyrnpass aus, den wir vor 3 Jahren zur fast gleichen Zeit bei komplett anderen Bedingungen versucht, aber wegen Schneemangel damals abgebrochen haben. Das Wetter war diesmal zwar nicht das beste, dafür genossen wir reichlich Pulverschnee bei der Abfahrt.
Am Donnerstag brachen wir schließlich bei Sonnenschein und hohen Temperaturen zur ersten richtigen Frühjahrsschitour der Saison auf. Ziel war der Mühlauer Sattel in den Haller Mauern von Norden aus. Trotz der relativ geringen Höhe des Ausgangspunkts in Leopolden von ca. 860 m und der für Schitouren späten Jahreszeit waren der Aufstieg vom und die Abfahrt bis zum Parkplatz mit Schi gar kein Problem und auch die angeblich ausgedehnten Latschenfelder in der landschaftlich schönen Schafplan waren gut unter dem Schnee versteckt. Unser Ziel, der Mühlauer Sattel, entpuppte sich am Ende als Frauenscharte, zumindest ist nur so erklärbar warum auf der Südseite kein Kar, sondern steiles, felsdurchsetztes Gelände zu sehen war und wir keine niedrigere Scharte mehr rechts von uns entdecken konnten. Für's Tourenerlebnis ist das aber sowieso egal.