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Montag, 9. September 2013

Ankogel

Das vorerst letzte sommerliche Wochenende nutzten wir noch um mit einer Gruppe vom Ennser AV den Ankogel zu überschreiten. Wir starteten die ausgedehnte Runde bei der Osnabrücker Hütte und stiegen im einzigen Sonnenloch des Tages übers Kleinelendkees (für den Namen eigentlich recht groß und hübsch) und den Nordwestgrad zum Gipfel auf, wo wir noch kurz die Aussicht genossen. Im anfangs dichten Nebel suchten wir uns danach weiter zum Kleinen Ankogel und hinunter zum Goslarer Weg. Wir querten die schönen endlosen Hänge und stiegen anschließend zur Großelendscharte auf. Von dort ging's zuerst durch Schutt und Geröll, später über schöne Wiesenhänge und vorbei an Schafherden und einem Wasserfall wieder zurück zur Hütte. Nach einer kurzen Pause brachten wir noch den fast endlosen, 8 Kilometer langen Weg entlang des Kölbreinspeichers hinter uns. Insgesamt war's ein sehr schöner, ziemlich anstrengender Abschluss der Hochtourensaison.

Montag, 15. Juli 2013

Klockerin

Die Gegend rund um die Schwarzenberghütte ist sicher eine der ruhigeren und unbekannteren im sonst recht touristischen Glocknergebiet, genau deshalb wählten wir sie für unsere Hochtour vergangenes Wochenende aus.
Der Hüttenzustieg am Samstag, vorbei an Blumenwiesen, Kühen, Murmeltieren und Wasserfällen war ein genussvoller Einstieg ins Wochenende und auf der gemütlichen, ehrenamtlich bewirtschafteten Hütte wurde unsere 12-köpfige Gruppe bestens versorgt. Am Sonntag stiegen wir übers Hochgruberkees in die Gruberscharte und über den Grat weiter auf den Gipfel der Klockerin auf wo wir mit einer wunderbaren Aussicht belohnt wurden, während unter uns die Wolken herum zogen. Bei der Hütte erwartete uns dann schon der frisch gebackene Nusskuchen und so machten wir uns gestärkt und zufrieden wieder auf ins Tal.

Sonntag, 11. März 2012

Silvretta Jamtalhütte

Letztes Wochenende verbrachte ich drei Tourentage bei bestem Bergwetter auf der Jamtalhütte in der Silvretta. Beim "update Schihochtour"-Kurs des AV übten wir Spaltenbergung, frischten Führungstaktik und Seilhandling am Gletscher (inklusive Abfahrt am Seil) und auf Graten auf, beschäftigten uns mit der Stop-Or-Go Methode und machten dabei drei wunderbare Schihochtouren.
Am ersten Tourentag stiegen wir von der Jamtalhütte zur Fuorcla Chalaus auf, querten dann nach Osten und bestiegen die Nördliche Augsten Spitze. Danach fuhren wir am Vadret da Chalaus einige genussvolle Höhenmeter ab, bevor wir wieder zurück zur Fuorcla aufstiegen und über den Chalausferner wieder zur Hütte abfuhren.



Der zweite Tag war zum Gipfelsammeln gedacht. Nach einer detaillierten Tourenplanung am Vorabend ging's über den Rußkopf und den Jamtalferner auf die Gemsspitze. Nach einer kurzen Zwischenabfahrt machten wir uns an unser drittes Gipfelziel, den nördlichen Chalauskopf, den wir nach einigen Gletschermetern und zwei Seillängen netter Kletterei erreichten. Die Abfahrt erfolgte erneut über den Chalausferner, wobei noch einige unverspurte Pulverhänge dabei waren.



Eigentlich sollte das Wetter ja am letzten Tag nicht mehr so gut sein, für eine sehr lohnende Schitour zur Scharte zwischen Augstenköpfe und Pfannknecht reichte es aber noch leicht und zum Teil bahnte sich auch die Sonne noch einen Weg durch die hohe Wolkendecke. Die Abfahrt war einfach ein Traum in weiß und ein würdiger Abschluss unserer Tourentage.

Dienstag, 24. August 2010

Ötztal

Vom 17. bis 23. August war ich mit Lisa im Ötztal unterwegs.
Die ersten zwei Nächte verbrachten wir am Ramolhaus als idealen Stützpunkt für zwei schöne Hochtouren. Die Hütte ist sowohl was die Verpflegung als auch was die Lage angeht sehr zu empfehlen.
Am Mittwoch wählten wir den nördlichen Ramolkogel (Anichspitze) als Ziel aus, den wir nach mühsamer Spurarbeit durch den Bruchharsch des Ramolferners und leichter, aber wegen Schneeauflage trotzdem heikler, Gratkletterei gegen Mittag erreichten. Da bald darauf Nebel einfiel und uns außerdem der Grat auf den Mittleren Ramolkogel zu sehr verschneit war machten wir uns danach wieder auf den Weg zur Hütte. Am Gletscher nutzten wir die Zeit noch um uns künstlerisch zu betätigen (sh. Foto).
Am Donnerstag machten wir uns auf Richtung Schalfkogel. Zuerst ging's durch Geröll und einige Schneefelder in einem Rechtsbogen auf den Gletscher östlich der Firmisanschneide. Das anschließende Spuren über den Gletscher durch den knietiefen, durchfeuchteten Schnee war mindestens so anstrengend wie am Vortag. Am Grat angekommen kletterten wir diesen weiter Richtung Firmisanjoch bis zum höchsten Punkt auf 3310m, wo wir rasten und den wundervollen Rundumblick genossen bevor wir uns wieder auf den Rückweg machten um noch rechtzeitig im Tal und am Campingplatz in Umhausen anzukommen.
Die folgenden drei Tage standen dann Sportklettern in Tumpen (Engelswand), Ötz und Nösslach, kurze Wanderungen zum Stuibenfall und zur Larstig Alm und relaxen am Programm.

Montag, 9. August 2010

Mittlerer Maurerkeeskopf

Eigentlich sollte es vergangenes Wochenende ja auf den Mittleren Malhamspitz gehen und doch kam alles ein bisschen anders als geplant. Am Samstag brachen wir, eine Gruppe von 15 Personen vom Ennser AV, auf zur Essener-Rostocker-Hütte die wir bei mäßig gutem Wetter in gut 2 Stunden erreichten. Die Tourenplanung gestaltete sich dann etwas kompliziert, da der Mittlere Malhamspitz mittlerweile nicht mehr so einfach erreichbar ist wie in dem alten AV-Führer aus den 70ern beschrieben und eine große Gruppe mit teils wenig erfahrenen Leuten auch nicht gerade ideal für Experimente ist. Nach Rücksprache mit dem Hüttenwirt fiel die Entscheidung schließlich auf den Mittleren Maurerkeeskopf.
Am Sonntag starteten wir bei strahlendem Sonnenschein Richtung Dellacher Keesflecke und querten in weglosem Gelände zur Gletscherzunge des Maurerkees. Über den spaltenreichen und imposanten Gletscher arbeiteten wir uns mit teils anstrengender Spurarbeit hinauf zum Sattel zwischen Vorderem und Mittlerem Maurerkeeskopf und von dort eine kurze steile Schneeflanke hinauf zum Gipfel. Die Aussicht war durchwegs gut obwohl es bereits immer mehr zuzog und sogar leicht zu schneien begann. Zum Glück hielt das Wetter bis zum Schluss obwohl rundherum dunkle Wolken herumzogen.
Lisa wählte als Alternativtour das Türml mit kurzem Klettersteig und machte mit dem Fotoapparat Jagd auf Murmeltiere und Edelweiß.

Maurerkeeskopf:


Türml:

Montag, 2. August 2010

Großvenediger

Dieses Wochenende war es soweit. Nachdem das Wetter letztes Wochenende eine Besteigung des Großvenedigers verhinderte starteten wir am Samstag unseren erfolgreichen Versuch. Nach der Anreise nach Hinterbichl ging's erst mal mit dem Hüttentaxi zur Johannishütte und von dort zu Fuß bei bestem Wetter und wunderbarer Landschaft weiter aufs Defreggerhaus. Kurz nach sechs Uhr starteten wir am Sonntag Richtung Großvenediger. Die Bedingungen waren perfekt, das Wetter und die Fernsicht ein Traum, nur der Wind blies uns recht lebhaft um die Ohren. Kurz bevor wir den Gipfel erreichten entwickelte sich ein hartnäckiger Föhnschleier der den Venediger einhüllte. Da der Wind recht heftig war und außerdem an die 20-30 Personen auf dem nicht gerade geräumigen Gipfel standen, verließen wir diesen bald wieder. Unser nächstes Ziel war das Hohe Aderl, nicht weit vom Venediger entfernt dafür ungleich einsamer (dort waren wir allein während an diesem Tag ca. 200 Leute den Großvenediger bestiegen), sonniger und windstiller. Wir genossen die Gipfelrast auf diesem wunderschönen Aussichtsberg und machten uns anschießend wieder auf ins Tal.






Montag, 19. Juli 2010

Hochtourenkurs Stubaier Alpen

Die letzten 4 Tage nahm ich an einem Hochtourenkurs des ÖAV auf der Franz Senn Hütte in den Stubaiern teil. Am ersten Tourentag nahmen wir uns die Mittlere Kräulspitze vor. Wegen der zahlreichen großen, losen Blöcke beschlossen wir auf den Gipfelgrat zu verzichten, da dies zu sechst durchaus kritisch werden hätte können. Wir wählten also als Ausweichziel die Innere Sommerwand, die wir über den leichten Grat rasch erreichten.
Am zweiten Tag kletterten wir den langen, luftigen Grat auf die Vordere Sommerwand, da die Wettervorhersage mit Unwetterwarnungen ab Mittag eine längere Tour verhinderte. Da das schlechte Wetter doch noch länger auf sich warten ließ konnten wir noch jede Menge seiltechnische Übungen in Hüttennähe durchführen, bevor ziemlich intensiver Regen einsetzte.
Am letzten Tag war wetterbedingt leider keine Tour mehr möglich.