Von Samstag bis Mittwoch verbrachten wir 5 schöne Schitourentage im Villgratental in Osttirol.
Erstes Tourenziel am Weg nach Osttirol war die Gurglitzen in Kärnten. Die Schneelage war bis zur Christebauerhütte ziemlich dürftig, darüber zumindest mengenmäßig ok. Beim Aufstieg in der Sonne stellten wir uns schon auf weichen, schwereren Schnee ein, bis wir am Gipfel waren zog es aber zu und kühlte ziemlich schnell ab. Während die oberen Hänge noch ganz passabel zu fahren waren erwartete uns daher unten alles worauf man zum Abfahren gut verzichten kann: Bruchharsch, gefrohrene Spuren, apere Stellen,... Abgesehen vom mäßigen Abfahrtsgenuss wars aber eine schöne Tour und die Gurglitzen ist sicher ein toller Schiberg wenn die Bedingungen passen.
Am Sonntag nahmen wir uns nach der ersten gemütlichen Nacht in unserem Bilderbuchbergbauernhof die erste Tour im Villgratental vor. Zum Einstieg wählten wir die Pürgleskunke von Kalkstein aus. Obwohl die Sonne trotz der Kälte bereits fleißig daran arbeitete den Pulverschnee zu vernichten fanden wir noch einige sonnengeschütztere Hänge mit super Schnee.
Am nächsten Tourentag ging's mit der Seilbahn Richtung Thurntaler. Wir ließen das Schigebiet möglichst rasch hinter uns und begannen eine wundervolle einsame Überschreitung mit einigen Zwischenanstiegen vorbei an Astattsattel und Hochrast zum Gumriaul. Für die Abfahrt nach Innervillgraten wählten wir den schattigen Kessel nördlich der Hochrast, wo uns einige hundert Höhenmeter traumhafter kaum verspurter Pulver erwartete.
Am Dienstag stiegen wir von Kalkstein übers Pfanntörl aufs Toblacher Pfannhorn auf. Der Wetterbericht sagte zwar einen Wetterumschwung voraus, bis auf die einige hohe Wolken und einen eisigen Wind im Gipfelbereich war davon aber nichts zu merken und so genossen wir den tollen Ausblick in die Dolomiten. Erstaunlicherweise fanden wir bei der Abfahrt immer noch genügend kaum befahrene pulvrige Hänge während sich andere Tourengeher von den Nachbargipfeln durch umgeackertes Gelände quälten.
Unsere letzte Tour führte uns durchs Marchental ins Gisser Törl und weiter bis knapp untern Gannekofel. Auch hier konnten wir (nach einer Woche ohne nennenswerten Schneefall und trotz vieler Tourengeher) mit etwas Spürsinn im oberen Teil noch gute unverspurte Abfahrtsvarianten finden.
Donnerstag, 21. Februar 2013
Schitouren im Villgratental
Montag, 11. Februar 2013
Lagelsberg
Auf dem Weg von Enns nach Graz machten wir gestern einen Schitourenabstecher ins Tote Gebirge. Der Lagelsberg über die Zellerhütte ist ja nicht gerade ein Geheimtipp und war dementsprechend gut besucht. Das Wetter war nicht ganz so gut wie erwartet und aus dem "am Gipfel in der Sonne sitzen" wurde leider nichts. Die Gipfelpause verlegten wir daher in die Hütte, wo die Meute vor uns zum Glück noch nicht alle Hüttenvorräte vernichtet hatte. Gut gestärkt gings dann im fluffigen Pulverschnee zurück ins Tal.
Sonntag, 3. Februar 2013
Grabnerspitze
Bei unserer Anfahrt in den Gößgraben waren wir nicht ganz sicher ob heute wegen des anhaltenden Sturms die Baumschlaggefahr oder die Lawinengefahr höher sein würde. Am Ende des Grabens war der Wind zum Glück aber erst mal halb so wild und das Aufsteigen im Wald somit unbedenklich, jedoch auch die Schneelage unten noch ziemlich dürftig. Je höher wir kamen desto mehr wurden Schnee und Wind, im Gipfelbereich wurde man schließlich fast umgeblasen, dafür gab's Neuschnee ohne Ende. Lisa versuchte den Sturm mit einer Opfergabe (ihr selbstgenähter Helmbeutel) zu besänftigen, dieser war davon aber leider unbeeindruckt und so traten wir schnellstmöglich den Rückzug an. Bei den oberen Hängen genossen wir viele Schwünge im tiefen Pulver und zum Schluss bauten wir mit einer unnötigen Bachüberquerung noch eine kleine Schlüsselstelle ein.
Montag, 28. Januar 2013
Großer Schober
Nach einer gemütlichen Nacht bei Elke und Berni in Rottenmann wählten wir mit dem Großen Schober wieder einmal ein Schitourenziel im Liesingtal aus. Am Parkplatz beim Reichenstaller war bereits einiges los, umso überraschender war es für uns, dass wir am Schober praktisch alleine waren. Offensichtlich ist der Silberling der beliebtere Gipfel. Die Abfahrt war geprägt von feinstem Knusperpulver und somit doch eher was für Fortgeschrittene.
Montag, 21. Januar 2013
CAC Schitourenwochenende
Beim heurigen CAC-Mitarbeiterwochenende wählten wir diesmal das Schloss Röthelstein in Admont als Stützpunkt für zwei wundervolle Schitourentage aus.
Bis unsere 16-köpfige Gruppe am Samstag in der Kaiserau komplett und startbereit war dauerte es zwar ein Weilchen, doch dann machten wir uns auf zum Lahngangkogel der sich als echter Pulvertraumberg entpuppen sollte. Der Aufstieg war bald geschafft und manche angesichts der tief verschneiten, unverspurten Hänge fast nicht mehr zu bremsen. Die Abfahrt ins Seekar hätte bei diesen beinahe unwirklich genialen Bedingungen auch gerne 3 Mal so lang sein können, einen so fluffigen tiefer Pulver findet man wirklich nicht so oft. Weils so schön war stiegen einige von der Wagenbänkalm noch einmal zum Gipfel auf um auch die Hänge Richtung Kaiserau noch zu nutzen. Nach einiger Zeit wurden auch die Letzten vom (an manchen Stellen offensichtlich) dichten Wald ausgespuckt und wir ließen den Tag im Schloss ausklingen.
Am Sonntag erwartete uns ein Föhneinbruch der den Pulvertraum leider rasch beendete. In der Hoffnung noch gute Bedingungen vorzufinden peilten wir das nordseitige Loigistal im Toten Gebirge an. David und ich hatten die ehrenvolle Aufgabe ein Auto zum Schafferteich zu stellen und von dort direkt das Loigistal aufzusteigen, während die anderen die etwas gemütlichere Variante mit Liftunterstützung über die Wurzeralm wählten. Beim Aufstieg quälten uns die stollenden Felle und uns war bald klar, dass die Abfahrt sicher nicht so genussvoll werden wird wie am Vortag. Mit der Orientierung mit unserer wenig detaillierten Kartenkopie hatten wir komischerweise auch ein bisschen zu kämpfen, was unsere Tour im Endeffekt zu einer sehr schönen, ausgiebigen Runde über Wetterlucken und Zwischenwändscharte machte. Die Abfahrt war wie erwartet wenig genussvoll, die Tour insgesamt dafür landschaftlich sehr schön und eindrucksvoll.
Sonntag, 13. Januar 2013
Stadelstein
Unsere heutige Schitour führte uns von der Eisenerzer Ramsau über die Hochalm auf den Stadelstein. Die Mühen beim Aufstieg (rutschige Spur, Kälte und Wind) wurden durch den super Pulverschnee bei der Abfahrt übers Nebelkreuz wieder kompensiert.
Sonntag, 6. Januar 2013
Donnersalpe
Bei Lawinenwarnstufe 4 und einer Schneefallgrenze von ca. 1000 m sind die Schitourenziele doch schon etwas eingeschränkt. Eine der unter diesen Umständen übrigbleibenden Möglichkeiten ist die Donnersalpe bei Eisenerz, die wir heute in Angriff nahmen. Am Ausgangspunkt auf 970 m war die Schneelage noch ziemlich gering und das Wasser vom Himmel wusste nicht recht ob es lieber Schnee oder Regen sein wollte, nach einigen Höhenmetern wurde es aber immer winterlicher und die letzten gut 300 Hm spurten wir uns teils Knietief zum Gipfel. Auch wenn der Neuschnee eher auf der nasseren Seite war, war's auf jeden Fall ein tiefwinterliches Vergnügen.