Am Mittwoch wollte ich mit David eine Tour verwirklichen die schon länger in meinem Kopf herumgeistert, die "Große Gesäuseüberschreitung" bei der angefangen vom Ödstein sämtliche Gipfel der Hochtorgruppe bis zur Planspitze überschritten werden. Der Wetterbericht meldete zwar nicht ganz perfektes Wetter, prognostizierte aber immerhin einige sonnige Abschnitte. Wir dachten uns noch nicht viel beim Anblick der Wolkendecke als wir um 5:00 aufbrachen und nach 3,5 Std. mit abwechslungsreichen, teils luftigen Passagen am Kirchengrat standen wir im Nebel am Gipfel des Großen Ödstein. Da wir beide den Weg nicht kannten war ein Weiterklettern ohne besser Sicht undenkbar und so warteten wir erst mal optimistisch darauf, dass sich der Nebel auflöst. Nach zwei Stunden am Gipfel war das Wetter schließlich schlechter als vorher und wir beschlossen direkt zur Gamssteinscharte wieder abzusteigen. Dabei fing es kurz sogar leicht zu regnen an, was das Abklettern auch nicht gerade angenehmer machte. Nach einer gefühlten Ewigkeit waren wir dann endlich wieder in Johnsbach. Auch die alleinige Ödsteinbesteigung war eine durchaus interessante, anspruchsvolle Tour, die Überschreitung muss eben leider noch ein bisschen warten.
Freitag, 10. August 2012
Großer Ödstein
Montag, 6. August 2012
Grimming
Nach einem abendlichen Aufstieg zur Grimminghütte am Samstag bei extremer Schwüle und kurz vorm Dauerregen machten wir uns am Sonntag um 6:00 auf Richtung Grimming SO-Grat. Die immer noch sehr hohe Luftfeuchtigkeit brachte uns in der Früh ganz schön ins Schwitzen, mit zunehmender Höhe und zunehmendem Wind wurde es aber bald angenehmer und so konnten wir den abwechslungsreichen Aufstieg über den SO-Grat richtig genießen. Es war zwar etwas diesig, die Aussicht ins Ennstal und auf die umliegenden Berge aber trotzdem beeindruckend. Nach über einer Stunde Gipfelgenuss machten wir uns an den langen, anstrengenden, schottrigen Abstieg.
Montag, 30. Juli 2012
Rote Wand (Serengeti)
Da die Gewitterfront vom Wochenende leider wieder keine Hochtour zuließ begnügten wir uns mit einem Ausflug zur Roten Wand im Grazer Bergland. Eigentlich sollte es eine Kletterei durch den "Feuervogel" werden, die Verschneidung der ersten Seillängen lachte dann aber doch zu nass herunter, weshalb wir auf die "Serengeti" auswichen, die wir bereits von früher kannten. Die Hitze in der Tour war trotz baldigem Aufbruch beinahe unerträglich, die Wand dafür trocken und die Kletterei sehr abwechslungsreich.
Zeiritzkampel
Am Freitag machte ich eine wunderschöne Rundtour aufs Zeiritzkampel. Nach dem Aufstieg vorbei an der Jhtt. Zeiritz ins Zeiritztörl gings über den Gipfel und den eindrucksvollen Grat bzw. Rücken zum Brunecksattel und von dort wieder zurück ins Tal.
Sonntag, 15. Juli 2012
Hochturm (Edelweißboden)
Um die sonnigsten Abschnitte des Wochenendes bestmöglich zu nutzen starteten wir gestern bereits um 6:30 beim Wh. Hiaslegg Richtung Hochturm. Wir waren somit die Ersten am Edelweißboden, was neben einigen Sonnenstrahlen noch den großen Vorteil hatte, dass sich die Murmeltiere und Gämsen noch nicht verkrochen hatten und wir einige Zeit vier junge Murmeltiere direkt neben dem Weg beobachten konnten.
Auch die Edelweiß blühten schon sehr zahlreich und am Gipfel des Hochturms konnten wir die Aussicht Richtung Reichenstein und Hochschwab genießen. Beim Abstieg zogen bereits einige auch tiefere Wolken auf, wir schafften es aber problemlos vorm ersten Regen zum Parkplatz und waren zum Mittagessen wieder im Tal.
Samstag, 9. Juni 2012
Pribitz
Eines der beliebtesten Ausflugsziele der Steiermark im Frühjahr war Ausgangspunkt unserer Bergtour am Feiertag. Nachdem wir uns dicht hinter einem kuhtransportierenden Traktor erfolgreich durch die Menschenmassen beim Grünen See gekämpft hatten, stellten wir unser Auto bei der Pfarralm ab. Als Aufstiegsweg zur Pribitz wählten wir den unmarkierten Stockerwandsteig, der sich steil und schön durch die Felswände schlängelt. Am Gipfel genossen wir die Ruhe und den tollen Tiefblick auf den See. Für den Abstieg haben wir uns den Reitsteig ausgesucht der uns vorbei an zahlreichen Frühlingsblumen direkt zur Jassingalm führte. Nach einer kleinen Stärkung beschlossen wir noch eine kleine Runde um den See zu drehen und stellten dabei fest, dass er von oben fast noch schöner aussieht als vom Ufer.
Dienstag, 5. Juni 2012
Grabnerstein
In der Hoffnung die Narzissenblüte am Grabnerstein zu erwischen und mit dem Plan von der Grabneralm einen Almkäse mitzunehmen ging's letzten Sonntag in die Haller Mauern. Für den Aufstieg wählten wir den alten Almweg und anschließend den Normalweg zum Gipfel. Nach kurzer Überlegung beschlossen wir trotz vom Grabnerstein aus erkennbarer Schneefelder den Jungfernsteig zum Admonterhaus zu versuchen. Die meisten Passagen waren auch schon schneefrei und die verbleibenden Schneefelder weich genug zum Überqueren. Nach einem kurzen Abstecher auf die Admonter Warte stiegen wir wieder zur Grabneralm ab. Der Käse war dort leider ausverkauft und die Narzissen brauchen am Grabnerstein wohl auch noch ein paar Wochen bis zur Blüte, momentan gibt's sogar noch Schneerosen. Trotzdem war's eine super Bergtour und auch das Wetter hielt bis zum Schluss.