Um 5:00 Uhr läutet der Wecker, um 7:30 stehen wir mit Schi im märchenhaften, mit Schneerosen übersäten Wald, wenn das kein idealer Start ins Wochenende ist...
Auch wenn wir die Schi anfangs ein Stück tragen mussten und der Schnee im unteren Teil bereits beim Aufstieg perfekt aufgefirnt (und somit bei der Abfahrt schon recht sulzig) war, Lisas Geburtstagsschitour letzten Samstag war einfach super. Wir starteten bei der Hirnalm im Krumpengraben und stiegen vorbei an der Krumpenalm zum Rottörl auf. Im Törl gab's dann vor der Abfahrt erst mal ein gemütliches Glaserl Sekt. Die ersten Hänge genossen wir noch perfekten Firn bevor wir zunehmend mit dem Sulz kämpften. Beim Einsteigen ins Auto hörten wir den ersten Donner und nach wenigen Minuten Fahrzeit begann es auch schon zu regnen, insofern war das Timing perfekt.
Dienstag, 27. März 2012
Rottörl
Samstag, 17. März 2012
Hochschwab
Nach meiner früh-morgendlichen Anreise nach Weichselboden, dem Ausgangspunkt der heutigen Tour auf den Hochschwab, war erst einmal warten angesagt. Die Ennser Partie der ich mich angeschlossen habe (genauer gesagt ein Teil davon), tauchte nämlich erst mit gut 15 min Verspätung auf, da der Wecker des Tourenführers genau in dieser Nacht den Geist aufgegeben hat. Wir starteten also unsere eindrucksvolle und recht anstrengende Tour vorerst ohne ihn und brachten die endlosen Forststraßenmeter zur Edelbodenalm hinter uns. Von dort querten wir ins landschaftlich schöne Gschöderer Kar und stiegen vorbei am Siebenbrunner Kogel zum mit Windgängeln übersäten Hochschwab auf. Nach ca. 13 km und 1600 Höhenmetern erreichten wir schließlich den Gipfel der mit Windstille, toller Fernsicht und Sonnenschein auf uns wartete. Dort mussten wir auch nicht lange auf unseren "Langschläfer" warten, der ohne Pause und mit etwas Wut im Bauch eine recht beachtliche Aufstiegszeit zusammenbrachte.
Die Abfahrt bot, nach Bewältigung des hart gefrorenen Gipfelaufbaus, einige tolle Firnhänge und dank des schneereichen Winters war eine Abfahrt fast bis ins Tal möglich.
Sonntag, 11. März 2012
Zeiritzkampel, Gscheideggkogel
Für das fast schon traditionelle März-Schitourenwochenende des Ennser AV quartierten wir uns diesmal in Radmer ein, einem sehr verschlafenen Nest, das auch schon mal bessere Zeiten gesehen hat. Als Schitourenausgangspunkt ist der Ort aber super geeignet.
Während am sonnigen Samstag die gemütlichere Gruppe zum Hinkareck aufstieg, wählte der Rest das Zeiritzkampel als Tourenziel. Durch den teils recht dichten Wald kämpften wir uns entlang des Sommerwegs zur Kammerlalm. Unterhalb der Kammerlwand stiegen wir in das landschaftlich schöne Kar zum Zeiritzkampel auf und hielten schon mal nach guten Abfahrtsvarianten Ausschau. Zum Schluss stapften wir noch ein paar luftige Meter zum Gipfel und genossen die wunderbare Rundumsicht. Die anschließende Abfahrt war bis auf die ersten etwas eigenartigen Meter einfach super, ein paar Zentimeter unverspurter Pulverschnee auf einer griffigen harten Unterlage. Auch die abschließende Waldpassage machte nach dem Sonnentanken auf der Alm richtig Spaß.
Am Sonntag war's mit dem Wetterglück leider vorbei, daher ging's auf den Gscheideggkogel, dem klassischen Schlechtwetterberg. Von der Radmer aus ist er aber auch ein lohnendes Ziel mit relativ weiten freien Hängen, nur die alten gefrorenen Spuren unter der Neuschneeauflage waren teilweise etwas lästig.
Silvretta Jamtalhütte
Letztes Wochenende verbrachte ich drei Tourentage bei bestem Bergwetter auf der Jamtalhütte in der Silvretta. Beim "update Schihochtour"-Kurs des AV übten wir Spaltenbergung, frischten Führungstaktik und Seilhandling am Gletscher (inklusive Abfahrt am Seil) und auf Graten auf, beschäftigten uns mit der Stop-Or-Go Methode und machten dabei drei wunderbare Schihochtouren.
Am ersten Tourentag stiegen wir von der Jamtalhütte zur Fuorcla Chalaus auf, querten dann nach Osten und bestiegen die Nördliche Augsten Spitze. Danach fuhren wir am Vadret da Chalaus einige genussvolle Höhenmeter ab, bevor wir wieder zurück zur Fuorcla aufstiegen und über den Chalausferner wieder zur Hütte abfuhren.
Der zweite Tag war zum Gipfelsammeln gedacht. Nach einer detaillierten Tourenplanung am Vorabend ging's über den Rußkopf und den Jamtalferner auf die Gemsspitze. Nach einer kurzen Zwischenabfahrt machten wir uns an unser drittes Gipfelziel, den nördlichen Chalauskopf, den wir nach einigen Gletschermetern und zwei Seillängen netter Kletterei erreichten. Die Abfahrt erfolgte erneut über den Chalausferner, wobei noch einige unverspurte Pulverhänge dabei waren.
Eigentlich sollte das Wetter ja am letzten Tag nicht mehr so gut sein, für eine sehr lohnende Schitour zur Scharte zwischen Augstenköpfe und Pfannknecht reichte es aber noch leicht und zum Teil bahnte sich auch die Sonne noch einen Weg durch die hohe Wolkendecke. Die Abfahrt war einfach ein Traum in weiß und ein würdiger Abschluss unserer Tourentage.
Sonntag, 26. Februar 2012
Schitouren bei Hallstatt
Unseren Winterurlaub verbrachten wir heuer in Hallstatt. Am Mittwoch (dem Tag mit der besten Wettervorhersage) starteten wir unsere Tourentage mit dem Klassiker der Gegend, der Rumpler Runde am Dachstein. Von der Bergstation der Krippenstein-Seilbahn ging's durch eine wunderschöne Landschaft zum Schladminger Gletscher und weiter zur Randkluft des Hohen Dachstein. Über den Hallstätter Gletscher fuhren wir bei strahlendem Sonnenschein und feinstem Pulverschnee hunderte Höhenmeter ab Richtung Simonyhütte. Nach dem kurzen Gegenanstieg ging's weiter zum Wiesberghaus und mit einem lustigen Waldslalom und reichlich Schnee bis nach Hallstatt, wo wir bei unserem Quartier mit den Schiern und nicht mit dem Auto ankamen.
Der Sandling beim Loser-Schigebiet war am Donnerstag unser Tourenziel, ein schöner Aussichtsberg mit einer tollen Abfahrtsvariante. Mit dem Pulver war's wegen der hohen Temperaturen vorerst mal weitgehend vorbei, trotzdem eine sehr lohnende Schitour.
Da sich das Schlechtwetter noch einen Tag Zeit ließ beschlossen wir am Freitag noch aufs Gamsfeld zu gehen, ein wirklich toller Schiberg mit fast endlosen freien Hängen und einer schönen Aussicht. Diesmal war der Schnee schon richtig nass und pappig, aber trotzdem lustig zum Schi fahren.
Sonntag, 12. Februar 2012
Schitourenwochenende Veitsch
Beim CAC Mitarbeiterwochenende ging's diesmal ins Mürztal nach Veitsch.
Bei unserer ersten Schitour starteten wir in Seewiesen durch das Kar Richtung Hochweichsel bis zum Punkt 1630. Die Pulverpassagen blieben rar, Bruchharschstellen waren dafür reichlich vorhanden und so beschloss die schnellere Gruppe noch einen Abstecher Richtung Seeleiten dranzuhängen (vielleicht ist der Schnee dort ja besser). Bevor wir ein angenehmes Schigelände erreichten kämpften wir uns aber durchs Dickicht und versuchten nicht in den Ästen hängen zu bleiben. Der Schnee am Rücken war dann aber wirklich merklich besser zu fahren und fast noch pulvrig.
Nach einem entspannenden Abend mit Hallenbad, Sauna und gemütlichem Zusammensein im JUFA Veitsch stand am Sonntag bei Bilderbuchwetter die Hohe Veitsch am Programm. Bis zum Graf Meran Haus wurde uns beim Aufstieg ganz schön warm, danach wurde es aber dank starkem Wind ganz schön ungemütlich. Die erste Gruppe blieb also nicht recht lang am Gipfel, dafür stiegen einige mit der Nachhut von der Hütte aus erneut auf und so blieb insgesamt doch ein bisschen Zeit für Fotos und Ausblick genießen. Bis auf die ruppigen Windgangel und die sehr harten Passagen war die Abfahrt recht fein und der abschließende Pulver-Waldslalom lustig.
Insgesamt ein gelungenes Wochenende und es war auch gar nicht sooo kalt wie befürchtet.
Sonntag, 5. Februar 2012
Hinkareck, Enzianboden
Bei unserer Schitour aufs Hinkareck rechneten wir beim Start in Graz schon mit unerträglichen Temperaturen, eisigem Wind und wenig Sonnenschein. Lisa musste heute wegen Halsweh leider pausieren. Mit Freude stellten wir am Parkplatz beim Jagdhaus Thon -14 Grad, strahlenden Sonnenschein und Windstille fest, beste Voraussetzungen also für eine super Schitour. Es wurde zwar nach oben hin zunehmend ungemütlicher und vor allem der Wind legte immer mehr zu, trotzdem war bis auf kalte Finger und Zehen alles im grünen Bereich. Der Schnee bei der Abfahrt bot reichlich Abwechslung, von hart, über Bruchharsch bis hin zu stumpfem und noch gutem Pulver (eher selten) war alles dabei. Nach einer windgeschützten Pause (-8 Grad können sich erstaunlich warm anfühlen) beschlossen wir, in der Hoffnung auf eine lohnendere Abfahrt, noch Richtung Enzianboden aufzusteigen. Eine gute Enscheidung, denn der Pulveranteil war dort noch erheblich höher.