Freitag, 29. März 2013

Hohe Lins, Arlingsattel

Das super Bergwetter (momentan gibt's das ja eher selten) nutzten wir gestern für eine Schitour in Eisenerz. Von Galleiten machten wir uns bei strahlendem Sonnenschein auf Richtung Hohe Lins. Nach der Waldgrenze war schnell ersichtlich, dass die dünne Neuschneeschicht auf dem alten Harschdeckel noch nicht gerade gut verbunden war und auch der Windeinfluss der letzten Tage war gut erkennbar. Wir beschlossen also den letzten Steilhang zum Gipfel zu meiden und den unteren Teil dafür ein zweites Mal zu genießen. Die Abfahrt war super und der Wind und die hohen Wolken ließen am Nachmittag einen wunderschönen Halo entstehen.



Um nicht ganz untätig zu sein machten wir heute noch eine Kurztour von der Ardningalm auf den Arlingsattel. Das Wetter war zwar wie erwartet nicht gerade der Hit, die Sicht wurde aber zumindest laufend besser und auch der Wind ließ im Laufe der Tour immer mehr nach.

Sonntag, 24. März 2013

Triebenkogel

Ausgerüstet mit Osterpinzen, Schokohasen und Sekt (schließlich war's Lisas (Vor-)Geburtstagsschitour) ging's gestern auf den Triebenkogel. Auch das Wetter meinte es recht gut mit uns, am Gipfel blieb es fast windstill und es kam sogar kurz die Sonne heraus. Top motiviert, gestärkt und gut gelaunt starteten wir schließlich zur Abfahrt. Die ersten windbeeinflussten Passagen waren bald geschafft und unten im Wald genossen wir noch feinsten Pulverschnee.

Sonntag, 17. März 2013

Schafzähne

Nach den vergangenen stürmischen und neuschneereichen Tagen war die Tourenwahl nicht ganz einfach. Pulverschnee sollte es sein, nicht zu steil wegen der angespannten Lawinensituation, möglichst etwas windgeschützt und doch nicht komplett waldig,... Die Wahl fiel schließlich auf die Schafzähne in Oppenberg. Ganz nach "Oppenberger Tradition" startete die Tour mit einer langen bis zum Boden geräumten Forststraße, die Sonne und der blaue Himmel halfen uns aber gut gelaunt darüber hinwegzusehen. Ab einer Höhe von ca. 1300 bis 1400 m hatten wir endlich reichlich Schnee unter den Füßen und in Gipfelnähe wurden wir mit einer super Aussicht und reichlich Pulverschnee belohnt. Auch unser zugelaufener konditionsstarker Wegbegleiter, ein liebenswürdiger Hund, hatte seinen Spaß. Wir hätten zwar mit mehr Schnee und winterlicheren Verhältnissen gerechnet, trotzdem war's eine lohnende Schitour.

Montag, 4. März 2013

Großer Knallstein, Gasseneck

Stützpunkt des Schitourenwochenendes vom Ennser AV war heuer St. Nikolai im Sölktal wo sich zahlreiche Schitourenziele unterschiedlicher Schwierigkeit anbieten. Am Samstag machte ich mich mit einer Gruppe bei perfektem Wetter auf zum Großen Knallstein, während die anderen beschlossen, dass an so einem Traumtag nur der Schönwetter das richtige Ziel sein konnte. Landschaftlich war die Tour auf den Knallstein sehr beeindruckend und auch die Fernsicht vom Gipfel ließ keine Wünsche offen. Leider reichten Kondition bzw. Fitness nicht für alle bis zum Gipfel, für den immerhin 1500 Höhenmeter zu bewältigen waren. Die Abfahrt war teilweise etwas mühsam mit wechselnden und oft nicht ganz freundlichen Schneebedingungen.



Am Sonntag beschlossen wir angesichts der erlebten Schneebedingungen vom Vortag uns auf Pulverschneesuche in den Nordhängen zu begeben. Ziel meiner Gruppe war dabei das Gasseneck, während die anderen am Gumpeneck ihr Glück versuchten. Etwas unerwartet (schließlich gabs ja schon tagelang gutes Tourenwetter) stellten wir fest, dass wir ab dem Ende der Forststraße ca. 700 Höhenmeter komplett unverspurtes Gelände vor uns hatten. Das fleißige Spuren, zuerst durch den steilen Wald, danach über traumhafte, weite und steile Hänge mit super Pulverschnee, zahlte sich aber auf jeden Fall aus. Sowohl der Ausblick am Gipfel, vor allem aber die anschließende Abfahrt machten diesen sonnigen Tourentag zu einem der bisher besten dieser Saison.

Donnerstag, 21. Februar 2013

Schitouren im Villgratental

Von Samstag bis Mittwoch verbrachten wir 5 schöne Schitourentage im Villgratental in Osttirol.
Erstes Tourenziel am Weg nach Osttirol war die Gurglitzen in Kärnten. Die Schneelage war bis zur Christebauerhütte ziemlich dürftig, darüber zumindest mengenmäßig ok. Beim Aufstieg in der Sonne stellten wir uns schon auf weichen, schwereren Schnee ein, bis wir am Gipfel waren zog es aber zu und kühlte ziemlich schnell ab. Während die oberen Hänge noch ganz passabel zu fahren waren erwartete uns daher unten alles worauf man zum Abfahren gut verzichten kann: Bruchharsch, gefrohrene Spuren, apere Stellen,... Abgesehen vom mäßigen Abfahrtsgenuss wars aber eine schöne Tour und die Gurglitzen ist sicher ein toller Schiberg wenn die Bedingungen passen.



Am Sonntag nahmen wir uns nach der ersten gemütlichen Nacht in unserem Bilderbuchbergbauernhof die erste Tour im Villgratental vor. Zum Einstieg wählten wir die Pürgleskunke von Kalkstein aus. Obwohl die Sonne trotz der Kälte bereits fleißig daran arbeitete den Pulverschnee zu vernichten fanden wir noch einige sonnengeschütztere Hänge mit super Schnee.



Am nächsten Tourentag ging's mit der Seilbahn Richtung Thurntaler. Wir ließen das Schigebiet möglichst rasch hinter uns und begannen eine wundervolle einsame Überschreitung mit einigen Zwischenanstiegen vorbei an Astattsattel und Hochrast zum Gumriaul. Für die Abfahrt nach Innervillgraten wählten wir den schattigen Kessel nördlich der Hochrast, wo uns einige hundert Höhenmeter traumhafter kaum verspurter Pulver erwartete.



Am Dienstag stiegen wir von Kalkstein übers Pfanntörl aufs Toblacher Pfannhorn auf. Der Wetterbericht sagte zwar einen Wetterumschwung voraus, bis auf die einige hohe Wolken und einen eisigen Wind im Gipfelbereich war davon aber nichts zu merken und so genossen wir den tollen Ausblick in die Dolomiten. Erstaunlicherweise fanden wir bei der Abfahrt immer noch genügend kaum befahrene pulvrige Hänge während sich andere Tourengeher von den Nachbargipfeln durch umgeackertes Gelände quälten.



Unsere letzte Tour führte uns durchs Marchental ins Gisser Törl und weiter bis knapp untern Gannekofel. Auch hier konnten wir (nach einer Woche ohne nennenswerten Schneefall und trotz vieler Tourengeher) mit etwas Spürsinn im oberen Teil noch gute unverspurte Abfahrtsvarianten finden.

Montag, 11. Februar 2013

Lagelsberg

Auf dem Weg von Enns nach Graz machten wir gestern einen Schitourenabstecher ins Tote Gebirge. Der Lagelsberg über die Zellerhütte ist ja nicht gerade ein Geheimtipp und war dementsprechend gut besucht. Das Wetter war nicht ganz so gut wie erwartet und aus dem "am Gipfel in der Sonne sitzen" wurde leider nichts. Die Gipfelpause verlegten wir daher in die Hütte, wo die Meute vor uns zum Glück noch nicht alle Hüttenvorräte vernichtet hatte. Gut gestärkt gings dann im fluffigen Pulverschnee zurück ins Tal.

Sonntag, 3. Februar 2013

Grabnerspitze

Bei unserer Anfahrt in den Gößgraben waren wir nicht ganz sicher ob heute wegen des anhaltenden Sturms die Baumschlaggefahr oder die Lawinengefahr höher sein würde. Am Ende des Grabens war der Wind zum Glück aber erst mal halb so wild und das Aufsteigen im Wald somit unbedenklich, jedoch auch die Schneelage unten noch ziemlich dürftig. Je höher wir kamen desto mehr wurden Schnee und Wind, im Gipfelbereich wurde man schließlich fast umgeblasen, dafür gab's Neuschnee ohne Ende. Lisa versuchte den Sturm mit einer Opfergabe (ihr selbstgenähter Helmbeutel) zu besänftigen, dieser war davon aber leider unbeeindruckt und so traten wir schnellstmöglich den Rückzug an. Bei den oberen Hängen genossen wir viele Schwünge im tiefen Pulver und zum Schluss bauten wir mit einer unnötigen Bachüberquerung noch eine kleine Schlüsselstelle ein.