Vom 4. bis 20. August verbrachte ich mit Lisa 17 spannende Urlaubstage mit Sportklettern, Wandern, Baden,... auf Korsika.
Unsere Reise startete mit einer nächtlichen Fahrt nach Livorno von wo wir mit der Fähre nach Bastia schipperten. Auf Korsika angekommen genossen wir 2 entspannende Tage am Cap Corse, wobei der Badespaß durch zahlreiche Quallen getrübt wurde. Der erste Klettergarten war von der Lage her fantastisch (direkt am Meer mit tollen Felsplatten und -blöcken), die Kletterei war allerdings sehr gewöhnungsbedürftig (ziemlich rutschiger und zum Teil sehr scharfer Fels).
Danach gings weiter ins Landesinnere nach Corte. Das Baden in den zum Teil richtig großen Gumpen im Val de Restonica war trotz des ziemlich großen Andrangs sehr einladend und die großartigen Granitformationen in den Klettergärten sorgten für jede Menge Kletterspaß, der nur von der Hitze und den lästigen Brombeerstauden etwas getrübt wurde.
Von Corte führte uns eine spannende Bergstraße mit vielen Kurven und Wildschweinen durchs Niolo-Tal nach Porto. Wir unternahmen eine Wanderung zum Lac de Nino einem landschaftlich eindrucksvollen Bergsee. Nach einem Vormittag mit Klettern und Baden in Porto fuhren wir die Küstenstraße Richtung Süden nach Ajaccio. Die Gegend um Porto ist übersäht von tollen Felsformationen, klettermäßig aber noch kaum erschlossen.
Ajaccio war für uns eine sehr unattraktive Stadt mit schlimmen Verkehrschaos und überfüllten Campingplätzen. Da wir auch nach stundenlanger Fahrerei immer noch nichts gefunden hatten beschlossen wir an die Küste nordwestlich der Stadt zu fahren und übernachteten an einem kleinen Sandstrand direkt am Meer. Am nächsten Tag machten wir uns auf zu einem kleinen Klettergarten bei Afa, dessen Zustieg von der Macchia stark überwuchert wurde. Da wir von Ajaccio genug hatten gings noch am selben Tag weiter ins südliche Landesinnere zu einem wundervollen kleinen Campingplatz in Serra-di-Scoppamene.
Von Serra-di-Scoppamene aus erkundeten wir die kleinen Bergdörfer der Umgebung mit ihren Steinhäusern, kleinen Plätzen und korsischen Spezialitäten. Natürlich gab es auch in dieser Gegend wieder einladende Badebäche, allerdings waren sie hier um einiges kälter. In Olivese, wohin wir über eine praktisch einspurige, sehr kurvige Straße gelangten, erwartete uns ein sehr imposanter Kletterfelsen.
Über den Col de Bavella, wo wir eine kurze Wanderung unternahmen und von einem Gewitter verjagt wurden zog es uns weiter nach Osten an einen Campingplatz direkt am Fluss zwischen dem Bocca di Larone und Solenzara. Von dort aus machten Ausflüge in die umliegenden Klettergebiete (Bavella, Conca, Chisa) und nach Bonifacio, einer schönen Stadt auf Kreidefelsen an der Südküste die touristisch leider sehr überlaufen ist. Conca bot zur Abwechslung wieder einmal Kalkkletterei, noch dazu mit einer tollen Aussicht.
Schließlich führte unsere Reise wieder zurück in den Norden der Insel, wo wir noch ein Schiefergebiet aufsuchten und wieder von Gebirgsbach auf Meer wechselten. Nach einem Stadtrundgang in Bastia bei unmenschlich hohen Temperaturen verschwanden wir wieder im 40°C heißen Fährbauch und ließen Korsika hinter uns.
Unsere Vorahnung, dass 2,5 Wochen für diese Insel immer noch zu wenig sind, bestätigte sich und so war der Urlaub eigentlich schnell vorbei.
Montag, 24. August 2009
Korsika
Freitag, 31. Juli 2009
Große Hintergebirgsrunde
Am Mittwoch wanderten wir durchs Reichraminger Hintergebirge. Von Brunnbach aus stiegen wir über den zum Teil ziemlich verwucherten Kreuzweg auf, wanderten an der Ortbauerhütte vorbei und stiegen über den Keixen Graben zum Annerlsteg ab. Nach einer gemütlichen Rast und einem Bad im saukalten "Großen Bach" gings durch den Triftsteig, einem schön angelegten, leichten Klettersteig, weiter zum Schleierfall. Von dort wanderten wir hinauf zur Anlauf Alm, wo wir uns leckere Mehlspeisen gönnten, und anschließend über die leider ziemlich hässliche Forststraße zurück zum Ausgangspunkt.
Freitag, 24. Juli 2009
Stodertaler Dolomitensteig
Unter dem etwas reißerischen Titel verbirgt sich eine abwechslungsreiche Rundtour am Ende des Stodertals, die Lisa und ich am Mittwoch Nachmittag durchführten. Nach dem steilen Aufstieg im Wald folgen zwei kleine unbewirtschaftete Almen mit tollem Ausblick. Anschließend geht's teilweise ausgesetzt vorbei an kleinen Wasserfällen mit Gumpen und schroffen Felsnadeln und über einen schottrigen Weg zurük zum Ausgangspunkt, der Baumschlagerreith. Wir machten noch einen kurzen Abstecher zum Steyr-Ursprung. Auch wenn ich nicht der Meinung bin, dass die Landschaft den Dolomiten sehr ähnlich sieht war es eine lohnende Rundtour.
Mittwoch, 15. Juli 2009
Hoher Nock (Platteneuphorie)
Lisa und ich unternahmen gestern eine ausgiebige Berg- und Klettertour auf den Hohen Nock. Vom Rettenbachtal aus brachten wir in sengender Vormittagshitze den ca. 1100 Hm langen Zustieg hinter uns und rasteten am Einstieg der Nockplatten. Anschließend kletterten wir die Route "Platteneuphorie" (5+ UIAA), eine wirklich schöne Tour mit jeder Menge Wasserrillen. Da der Gipfel des Hohen Nock zum greifen nahe war beschlossen wir dort auch noch hinaufzusteigen, bevor wir nach einem nicht enden wollenden Abstieg wieder im Tal ankamen.
Mittwoch, 3. Juni 2009
Mayrwipfel und Brandleck
Am Pfingstmontag unternahmen Lisa und ich die erste Bergtour der Saison.
Vom Haslersgatter (bei Windischgarsten) ging's am frühen Nachmittag (da der Vormittag noch ziemlich verregnet war) über die großteils verfallene Mayr-Alm auf den Mayrwipfel, wo wir unsere erste Rast am sonnigen Gipfel genossen. Danach gingen wir am Grat entlang weiter zum Brandleck (wieder Rast in der Sonne) und machten uns daran im Latschendickicht den direkten Weg hinunter zu finden. Da aber bald auch keine, ohnehin nur rar vorhandenen, Steinmänner mehr zu finden waren und auch sonst nichts eindeutig auf einen Weg hindeutete, beschlossen wir wieder den gleichen Weg wie beim Aufstieg zurückzugehen. Leider erwischte uns beim Abstieg noch ein leichter Schauer. Insgesamt aber auf jeden Fall eine landschaftlich schöne ziemlich einsame Bergtour.